Häufige Fragen
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Warum liegt der Median meines Landes so weit unter meinem Stadt-Preis?
Wir verwenden nationale Mediane, damit Länder vergleichbar bleiben. London entspricht rund dem 2-Fachen des Median im Vereinigten Königreich, San Francisco dem 2,5-Fachen des US-Median, Sydney dem 1,6-Fachen des Australien-Median, Paris dem 1,8-Fachen des französischen Median.
Wer in einer teuren Großstadt lebt, multipliziert den nationalen Median mit 1,5-2,5×, um auf einen realistischeren Stadtwert zu kommen.
Warum unterscheidet sich das Mindest-Eigenkapital so stark zwischen Ländern?
Bankenregulierung, makroprudenzielle Regeln der Zentralbanken und kulturelle Konventionen. Angelsächsische Länder (USA, Vereinigtes Königreich, Kanada) haben liberale Hypothekenmärkte mit sehr niedrigen Mindestquoten (5% oder weniger). Kontinentaleuropa liegt bei 10-20%. Ostasien liegt bei 25-30%, teils zur Eindämmung spekulativer Nachfrage, teils weil die Banken bei Zahlungsausfall weniger Rückgriff haben.
Soll die Miete in den monatlichen Verbindlichkeiten stehen?
Nein. Banken interessieren sich für Verbindlichkeiten, die mit in die neue Hypothek hineinwirken: Studienkredite, Autokredite, Mindestraten von Kreditkarten. Die Miete endet beim Kauf und zählt deshalb nicht in den Schuldendienst.
Was ist die Preis-Einkommens-Ratio?
Der mediane Immobilienpreis eines Landes geteilt durch das mediane Haushaltseinkommen. Die meistzitierte länderübergreifende Kennzahl der Wohnungs-Erschwinglichkeit.
Bänder nach Demographia: unter 3× ist sehr erschwinglich (2025 selten), 3-4× erschwinglich, 4-5× mäßig nicht erschwinglich, ab 5× stark nicht erschwinglich. Der OECD-Langfristdurchschnitt 1990-2010 lag bei rund 4,3×.
Warum ist Wohnen heute so unerschwinglich?
Drei wesentliche Treiber: 1) restriktive Bauleitplanung hält das Angebot in den meisten Großstädten reicher Länder seit 1990 hinter der Haushaltsbildung zurück; 2) zwei Jahrzehnte fallender Zinsen haben Bestandsimmobilien als Vermögensanlage aufgewertet; 3) Wohnraum ist zum Vehikel für globales Kapital geworden, besonders in angebotsbeschränkten Städten.
Der Rechner löst die Wohnungskrise nicht. Er versucht, die Mathematik dahinter sichtbar zu machen.
Kaufen oder mieten?
Hängt von der Haltedauer (meist 5 Jahre und mehr, um die Kosten hereinzuholen), vom lokalen Preis-Miet-Verhältnis (unter 15× spricht für Kauf, über 25× für Miete) und von den Opportunitätskosten des Eigenkapitals ab, wenn es anderswo angelegt würde.
Eventuell ergänzen wir später einen Mieten-vs-Kaufen-Rechner. Aktuell konzentriert sich dieses Tool auf die Erschwinglichkeit, nicht auf die optimale Entscheidung.
Wie genau sind die Länderzahlen?
Mediane Preise und Einkommen sind für OECD-Länder bis auf wenige Prozentpunkte genau. Für Nicht-OECD-Länder (Vietnam, Ägypten, Nigeria) arbeiten wir teils mit weniger konsistenten nationalen Statistiken; diese Werte sollten als Größenordnung verstanden werden.
Sind Grundsteuer, Versicherung und Instandhaltung berücksichtigt?
Noch nicht. Diese Posten kommen in den meisten Ländern auf 1-3% des Kaufpreises pro Jahr. Planen Sie einen Puffer in Ihrem maximal erschwinglichen Preis ein.
Was ist mit FHA, Help-to-Buy oder vergleichbaren Programmen?
Wir setzen die Standard-Mindestquoten der Privatbanken an. Staatliche Programme können diese senken (z. B. FHA 3,5% in den USA, das frühere Help to Buy in Großbritannien mit 5%). In Deutschland sorgt etwa ein Bausparvertrag de facto für eine niedrigere Eigenkapitalhürde. Prüfen Sie die Programme in Ihrem Land.